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Warum in die Ferne schweifen? Urlaub im Nachbarland [Blogparade]

Grenzschild Luxembourg

Christine hat auf ihrem Blog „Die bunte Christine“ zu einer Blogparade aufgerufen. Andere Blogger sollen ein paar Fragen zu Reisen ins nahe Ausland oder sogar benachbarte Bundesländer beantworten.

Da ich zwar gerne weit weg fliege, aber eigentlich auch z.B. Roadtrips in der mehr oder weniger näheren Umgebung mag – und nicht zuletzt weil eine solche Tour bei mir unmittelbar bevor steht, möchte die Gelegenheit nutzen und hier meine Gedanken kundtun.

Auch wenn theoretisch Bundesländer zählen, möchte ich mich doch überwiegend auf andere Länder im Sinne von Staaten beziehen, solange in der Frage nicht noch einmal explizit Bundesländer erwähnt werden.

Hast du schon Urlaub in einem Nachbarland gemacht?

Tatsächlich war ich schon in allen Nachbarländern. Als Urlaub zähle ich allerdings nur Aufenthalte mit mindestens einer Übernachtung und Aufenthalte, die nicht Studienreise oder Beruflich waren. Nach dieser Definition bleiben Dänemark, Niederlande, Frankreich und die Schweiz als Nachbarländer, in denen ich Urlaub gemacht habe. In den anderen Ländern war ich entweder nur einen Tag oder nicht Privat.

Kultur- und Wissenschaftspalast Warschau

Studienreise nach Polen (Kultur- und Wissenschaftspalast in Warschau)

Hast du in diesem Jahr einen Urlaub in einem Nachbarland geplant? Wo geht es hin?

Tatsächlich geht es nächste Woche in die Niederlande, genauer gesagt nach Groningen, Amsterdam, Den Haag und Rotterdam und was sonst noch in der Nähe und auf dem Weg liegt. Wie ich weiter Unten noch schreiben werde ist Urlaub im Nachbarland bei mir eher eine spontane Sache. Von daher mal gucken, was da noch kommt.

Kannst du ein Nachbarland/einen Ort in einem Nachbarland besonders empfehlen?

Eigentlich nicht. Es gibt natürlich Orte die mir besser gefallen als andere. Aktuell stehen bei den Nachbarländern Amsterdam und Paris auf der „da würde ich gerne noch mal hin“ Liste. Paris, weil mein letzter Besuch schon ewig her ist und Amsterdam, weil mein letzter Besuch mit einem halben Tag viel zu kurz war. Aber Amsterdam part two ist ja nun schon in greifbarer Nähe.

Natürlich gibt es auch Orte bei denen ich sage: „joa, hab ich jetzt auch mal gesehen“ und dann erstmal nicht so schnell wieder da hin muss. Wenn ich es an einem Ort richtig schlimm fand, dann ist da oft die berühmte Verkettung unglücklicher Umstände dran Schuld. Zum Beispiel wenn in einer nicht so schönen Stadt das Hotel schlecht und dann auch noch das Personal unfreundlich ist. Aber zumindest für die letzten beiden Punkte kann die Stadt ja nichts. Ich versuche da schon fair zu sein und das nicht der Stadt anzulasten. Eigentlich bekommt jeder Ort eine zweite Chance.

Warst du bei einem Urlaub im Nachbarland mal besonders von etwas überrascht (positiv oder negativ)?

Schön finde ich z.B. in Skandinavien (da zählt ja nur ein Land als Nachbarland) wie selbstverständlich es dort ist mit Kreditkarte zu zahlen. Ich bin kein großer Bargeldfreund und zumindest in Deutschland ist es ja erst seit kurzem so, dass die größeren Ketten halbwegs flächendeckend Kreditkarten akzeptieren. In einigen Läden werden nicht einmal EC-Karten akzeptiert. Wenn man in Ländern überhaupt kein Bargeld braucht, besonders, wenn es ein Nicht-Euro-Land ist, finde ich das sehr positiv.

Was sind in deinen Augen die Vorteile von Urlaub im Nachbarland?

Bei „Urlaub im Nachbarland“ denke ich zuerst an eher Spontan wegfahren. Im Gegensatz zu weiteren Reisen für die man nach Flügen und Hotels gucken muss und ggf. auch noch ein Visum braucht, ist die mögliche Spontanität also ein riesen Vorteil. Wahrscheinlich sogar der Größte überhaupt.

Bei „Wegfahren“ liegt die Betonung dann auf „fahren“, ich denke also eher an Roadtrip oder zumindest Anreise mit dem Auto. Ein weiterer großer Vorteil ist daher, dass man sein eigenes Auto mitnehmen kann und nicht auf irgendwelche anderen Transportmittel angewiesen und 100% flexibel ist.

Sixt 3er BMW Touring auf einem Autobahnrastplatz

Rast auf einem Roadtrip Richtung Luxembourg

Für eine Städtereise nach Paris, was ja eigentlich auch Urlaub im Nachbarland ist, würde ich aber wohl kaum mit dem Auto fahren. Es kommt also immer ein bisschen drauf an was man vor hat.

In immerhin fünf von neun Nachbarländern muss man kein Geld wechseln. Das ist sicherlich ein Vorteil, aber auch kein Auswahl- oder gar Ausschlusskriterium für die Wahl des Urlaubslandes.

Grenze zwischen Saarbrücken und dem französischen Forbach

Grenze zwischen Saarbrücken und dem französischen Forbach

Wenn du kein Fan von Urlaub im Nachbarland bist: Warum zieht es dich immer weiter weg?

Ich versuche es zu mischen und einmal im Jahr weiter weg zu fliegen und dann ein paar „kleinere“ Touren durch Deutschland und Umgebung zu unternehmen.

Hast du ein Reiseziel in einem Nachbarland, in das es dich immer wieder zieht?

Ich war zwar auch schon mehrmals an gleichen Orten, aber auch noch nicht oft genug um zu sagen „immer wieder“.

Ein Nachbarland kann auch ein Bundesland sein: Fährst du für Kurzurlaube oder Wochenendtrips manchmal in ein anderes Bundesland?

Ok von Hamburg aus ist fast jede Fahrt die länger als 50km ist eine Fahrt in ein anderes Bundesland. Für den ganz spontanen Kurztrip bietet sich die Ostsee an. Ansonsten zieht es mich mindestens einmal im Jahr für ein paar Tage nach Berlin. In Bremen bin ich auch mehrmals im Jahr, aufgrund der Nähe zu Hamburg aber i.d.R. ohne Übernachtung.  Ansonsten bin ich auch gerne in München und Köln. Allerdings ist keins davon Nachbarland von Hamburg und Aufenthalte oft zumindest teilweise beruflicher Natur. Nach meinen eigenen Kriterien von ganz Oben müsste ich strenggenommen also mit „nein“ antworten. Aber wir wollen mal nicht so sein 😉

Wohnst du an einer Landesgrenze und kannst deshalb schnell an einem Ort sein, der ein toller Urlaubsort ist?

Naja, von meinem Zuhause sind es etwas über 70km nach Travemünde, also an die Ostsee und ungefähr genau so weit in die Lüneburger Heide. Beides sicherlich schöne Urlaubsregionen, aber nichts für mich. Erstens bin ich eher der Städtereise-Typ und vor allem will oder „kann“ ich nicht da Urlaub machen, wo die nächste große Stadt meine Heimatstadt ist und man in ein „paar Minuten“ zuhause sein könnte. Ein bisschen weiter weg muss für mich also schon sein. Das nächste Nachbarland wäre Dänemark, mit rund 160km von Hamburg bis Flensburg ist es aber auch nicht wirklich in der Nähe.

Welche Urlaubsart bevorzugt Ihr? Lieber weit weg oder darf es auch in der Nähe sein? Schreibt in die Kommentare, wie Ihr am liebsten eure Urlaube verbringt.

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1 Kommentar

  • Antwort
    Christine
    5. März 2017 um 19:56

    Hallo Stefan,

    vielen Dank für die Teilnahme an meiner Blogparade und die ausführliche Beantwortung der Fragen.
    Da steht dir ja bald ein schöner Trip bevor. Die Städte, die du in den Niederlanden nennst, kenne ich alle gut und sie sind allesamt toll. Ich wünsche dir viel Spaß dort.

    Viele Grüße aus dem „Pott“,
    Christine

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