Singapur Singapur

Sightseeing in Singapur

5 Tage Sightseeing in Singpur. Eine Reise in einer Stadt von China über den Orient, Indien, das alte Europa hin zur Weltmetropole und dem Herzen Süd-Ost-Asiens.

Singpur galt als das Juwel des britischen Empires, eine faszinierende Stadt wo sich ganz Asien mit Europa traf und der Handel florierte. Diese Stadt hat seit langem eine Faszination auf mich ausgeübt und jetzt habe ich die Gelegenheit in diese Multikulti-Metropole einzutauchen.

Schon in Frankfurt beginnt diese Reise mit einem kleinen Highlight. Obwohl ich unzählige Reisen in den letzten Jahren gemacht habe folgte jetzt mein erster Flug mit einem A380 und meine erste Langstrecke mit Lufthansa. Wenn man direkt aus Europa nach Singpur fliegt muss man sich auf lange 13 Stunden Flug einstellen. Wem solche Langstrecken zu lang sind kann den Flug mit einer der arabischen Airlines in zwei kürzere Teile teilen. Emirates fliegt z.B. mit einem Stop in Dubai oder Etihad mit einem Stop in Abu Dhabi nach Singapur.

Lufthansa A380 beim Boarding in Frankfurt

Lufthansa A380 beim Boarding in Frankfurt

Marina Bay / Financial District

Die wohl bekannteste Ecke von Singapur ist die Marina Bay mit ihrer beeindruckenden Skyline und vor allem dem Hotel Marina Bay Sands mit den Infinitypool in schwindeleregender Höhe, dem modernen Wahrzeichen Singapurs. Dahinter liegt Gardens by the Bay mit den Super Trees.

Die Marina verkörpert das moderne Singapur. Entlang der Promenade findet man atemberaubende Architektur aber auch Wahrzeichen des historischen Singapurs. An der Mündung des Singapore Rivers liegt das bekannte 5-Sterne Hotel The Fullerton. Vor dem Hotel, an der Promenade befindet sich einer der beliebtesten Fotopunkte um die Skyline mit dem Marina Bay Sand hotel zu fotografieren.  Hier findet man auch Merlion, der Löwe welcher der Schutzpatron der Stadt ist. Merlion ist eine Sagengestalt und soll eine Mischung aus Löwe und Fisch darstellen.

Singapurs Wahrzeichen Merlion in der Marina Bay

Singapurs Wahrzeichen Merlion in der Marina Bay

Die Super Trees in Gardens by the Bay

Die Super Trees in Gardens by the Bay

Riversite / Clarke Quai

Von der Marina Bay aus gelangt man entlang des Singapur River in das Viertel Riversite und nach Clarke Quai. Diese Ecke ist das Kulinarische Zentrum der Stadt. Läuft man die Promenade entlang des Flusses begegnet einem ein Restaurant nach dem anderen in bunten, alten Häusern. Diese, doch sehr touristische, Gegend ist auf jeden Fall ein must-see. In Clarke Quai angekommen liegt zur rechten Hand die Partymeile Singapurs mit zahlreichen Bars und Restaurants.

Blick entland des Singapur River und Clarke Quay

Blick entland des Singapur River und Clarke Quay

Wer nicht in die teureren Restaurants am Singapore River einkehren möchte für den gibt es in Singapur zahlreiche sogenannten Hawker Centers. Hierbei handelt es sich um Foodcourts welche wie ein Markt gestaltet sind. Hier gibt es alles was das asiatische Streetfood hergibt zu kleinen Preisen. Die Qualität und Hygiene ist hier allerdings von Hawker Center zu Hawker Center sehr unterschiedlich.

destination-tippMein favorisiertes Hawker Center ist der Telok Ayer Market im Herzen von Singapur Downtown. In einer alten Markthalle brutzeln zahlreiche Streetfood Läden und die hygiene ist wirklich gut. An einer Seite des Hawker Center gibt es zudem die in Singapur berühmten Saté-Spieße. Adresse: 18 Raffles Quay,Singapur 048582
Hawker Center in Downtown Singapur

Hawker Center in Downtown Singapur

China Town

Über 75% der Bevölkerung von Singapur besteht aus Chinesen. Aus diesem Grund ist es kaum verwunderlich, dass Chinatown hier etwas größer ausfällt als in anderen Städten. Südlich des Singapore River zwischen New Bridge Road und Neil Road liegt das Zentrum von Chinatown. Das Bild ist geprägt von kleinen Gassen in denen das Leben tobt. Überall wird gekocht, gebraten und gegessen. Es hängen die typisch chinesische Lampions über den Strassen und in vielen Läden werden diese auch verkauft. Wer sich wundert wieso es an vielen Gemüseläden, zumindest für uns Europäer, merkwürdig riecht…das liegt an der Durian. Durian wird bei uns auch Stinkfrucht genannt und ist eine Delikatesse in Asien. Die sehr übel riechende Frucht wird unterschiedlich zubereiten und ich habe sogar Durian-Eis gesehen. Wer sich traut kann gerne mal an einem der Strassenläden ein Stück kostenlos probieren. Beim Kauf ist allerdings Vorsicht geboten denn der Transport von Durian ist in vielen öffentlichen Verkehrsmitteln verboten und sieht hohe Strafen nach sich, was bei dem Geruch nicht wundert.

Chinatown

Chinatown

Typisches Ladenfenster in Chinatown

Typisches Ladenfenster in Chinatown

Little India

Von Chinatown geht es nun mit der Metro weiter nach Little India und der gleichnamigen Metro Station. Eine 10 Minuten Reise von Hongkong nach Bangalore. Wenn Ihr aus der Metrostation kommt seid Ihr schon wieder in einer ganz anderen Welt. Es laufen kaum noch Chinesen oder westliche Gesichter herum. Speziell in den Abendstunden fühle ich mich wie irgendwo in Indien. Beeindruckend sind die aufwendig gestalteten indischen Tempel die an fast jeder Strassenecke zu finden sind.

Indischer Tempel in Little India

Indischer Tempel in Little India

Da ich indisches Essen liebe gehört zu meinem Besuch in Little India natürlich ein Abendessen in einem der Zahlreichen Restaurants. Touristisch ist hier kaum eines der Restaurants, dass heißt man muss seine Gewohnheiten etwas umstellen. Ich entscheide mich für ein vegetarisches Restaurant was in Indien ja weit verbreitet ist. In einem eher kargen Raum sind wir die einzigen westlichen Besucher und werden zugegeben etwas neugierig betrachtet. Das essen wird auf einer Art Tablett serviert und es gibt kein Besteck dazu. Ja, zu traditionellem indischen Essen gehört auch, dass man mit den Fingern essen muss. Nach ein paar Eingewöhnungshappen klappt das auch sehr gut. Es war ein tolles Erlebnis und das essen hat fantastisch geschmeckt. Hier habe ich mir definitiv Lust auf eine Reise nach Indien gemacht.

Indisches essen in einem Restaurant in Little India

Indisches essen in einem Restaurant in Little India

Kampong Glam

In direkter Nachbarschaft von Little India befindet sich der Stadtteil Kampong Glam. Hier lebt eine arabische Mehrheit und hat das Viertel zu einem Ort aus 1001 nacht gemacht. Das Zentrum bildet die große Sultan Moschee und die Fussgängerzone Bussorah Street. Hier und in den anliegenden Strassen findet Ihr kleine typisch arabische Läden die Teppiche oder Antiquitäten verkaufen. In der Fussgängerzone sind zahlreiche Cafes und Restaurants welche zum einkehren und verschnaufen einladen. Insgesamt ist Kampong Glam nicht so groß wie Chinatown oder Little India, es hat aber seinen eigenen Charme und gehört für mich auch zu einem Besuch von Singapur dazu.

Masjid Sultan Moschee in Kampong Glam

Masjid Sultan Moschee in Kampong Glam

Orchard Road

Nach einer Vielfalt an Eindrücken unterschiedlicher Kulturen begeben wir uns mit der Orchard Road zurück ins moderne Singapur. Diese Einkaufsstrasse verkörpert die Weltmetropole und die Globalisierung Singapurs. Hier findet Ihr einen Shopping-Tempel nach dem anderen und es sind alle westlichen Marken mit mindestens einem Flagship-store vertreten. Neben der, für uns sehr bekannten, Atmosphäre der Shopping-Kultur finden sich aber auch für uns Europäer unbekanntere Läden. Einer davon ist der Japanisch-Supermarkt „Isetan Supermarket“ Orchard Road Ecke Scotts Road. Auf einer riesigen Verkaufsfläche werden die exotischsten Lebensmittel angeboten. Im Gegensatz zu mir bekannten Supermärkten kann man hier an fast jeden Regal die angebotene Ware auch probieren. Wir haben hier z.B. getrocknete Augen probiert. Leider haben wir nicht herausgefunden von welchem Tier sie stammten.

destination-tippDieser Supermarkt gehört für mich zu einem Highlight da man hier auch für kleines Geld ein super leckeren Mittagssnack bekommt. Aufgereiht in großen Kühltheken findet Ihr frisch, Vorort zubereitetes Sushi. Die Preise sind sehr günstig und die Auswahl ist riesig. Holt euch einfach eine Box und setzt euch an die Orchard Road und beobachtet das Treiben.
Fisches Sushi im Isetan Supermarket in der Orchard Road

Fisches Sushi im Isetan Supermarket in der Orchard Road

Sentosa

Zum Abschluss der Sightseeing-Woche empfehle ich noch ein paar Stunden auf Sentosa zu verbringen. Sentosa ist die Vergnügungsinsel Singapurs. Neben tollen Sandstränden finden sich hier Strandbars, Restaurants und Vergnügungsparks.  Nach Sentosa gelangt man am bequemsten mit der Metro bis zur Station Harbourfront Station. Hier landet man in einem Einkaufszentrum von dem eine kleine Einschienenbahn auf die Insel Sentosa fährt. Ich empfehle allerdings diese Strecke zu Fuß zu laufen. Unter der Einschienenbahn führt eine Promenade auf die Insel wo zahlreiche Buden Snacks und Souvenirs verkaufen.

Blick über Sentosa von einem Aussichtpunkt

Blick über Sentosa von einem Aussichtspunkt

Auf Sentosa vefindet sich auch der „Southernmost point of continental asia“. Der Platz selber ist eher unspektakulär, die Bedeutung aber schon interessant und man sollte sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen.

"The southernmost point of continental asia" auf Sentosa

„The southernmost point of continental asia“ auf Sentosa

Singapur hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt, es hat sie übertroffen. Speziell für Asien-Anfänger ist Singapur der perfekte Start. Man kann unterschiedliche Kulturen Asiens kennen lernen und mit zwei-drei Metrostationen fahrt sofort wieder in ein westliches Singapur gelangen. Ich werde ganz sicher bald wiederkommen.

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