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Sansibar – Traumstrand in Jambiani

Traumstrände sind meist auf Postkarten und Werbefotos zu finden, selten sehen die Orte in der Realität aber dann so aus wie auf den Bilder. In Jambiani ist das absolut nicht der Fall. Hier gibt es die weißen Postkartenstrände mit türkisem Wasser und toller Kulisse über mehrer Kilometer hinweg. In vielen Reiseführern wird Jambiani mit den Worten beschrieben „Farben nicht von dieser Welt“ und genau das trifft diesen Strand auf Sansibar sehr gut. Um es vorweg zu nehmen, der Strand von Jambiani ist mein bisher schönster Strand, den ich auf der Welt gesehen habe.

Lage

Jambiani liegt im Süd-Osten von Sansibar und ist zwischen 1 und 1 1/2 Fahrstunden von Zanzibar Town entfernt. Das Dorf ist sehr langgestreckt und verläuft zwischen der Hauptstrasse und dem Strand weshalb  ein Fussmarsch von oben bis unten, trotz nur weniger Einwohner, fast 30 Minuten dauert. In Richtung Strand reihen sich viele kleine Resorts aneinander welche von der lokalen Strasse, die parallel zur Hauptstrasse verläuft, zu ereichen sind. Der Rest der Dorfes besteht aus einfachen Steinhütten die meist ohne Fenster, Türen oder Elektrizität ausgestattet sind. Entlang der lokalen Strasse findet ihr den ein oder anderen Laden. Diese kann man aber bei weitem nicht mit den uns bekannten Läden vergleichen. Meist handelt es sich hier auch nur um einen Verschlag aus dem Getränke, Obst oder andere Ware verkauft wird.

Peso Mix Market: Solltet ihr eher im südlichen Jambiani unterwegs sein, dann findet ihr den Peso Mix Market an der lokalen Strasse. Dieser allein stehende Bungalow ist gut zu erkennen und eignet sich sowohl als Supermarkt als auch als Orientierungshilfe für euch und für eure Fahrer. Beachtet nur die etwas willkürlichen Öffnungszeiten.

Ein Blick hinter die Resorts auf die Hauptstrasse von Jambiani

Ein Blick hinter die Resorts auf die lokale Hauptstrasse von Jambiani

 

Jambiani

Das Dorf Jambiani besteht aus sehr einfachen Hütten

Der Strand

Das Herzstück Sansibars und Jambianis ist natürlich der makellose Sandstrand und das tolle Meer. Entlang des ganzen Ortes erstreckt sich der Strand, der in dieser Ecke von Sansibar entscheidend von Ebbe und Flut geprägt wird. Während der Flut bleibt, wenn überhaupt, nur ein kleiner Sandstreifen im trockenen. Unter anderem aus dem Grund sind auch die Liegen der Resorts meist hinter einer kleinen Mauer in Richtung Landesinneren platziert (was dem Strandfeeling aber kaum schadet). Wenn Ebbe ist, dann zieht sich das Wasser sehr weit zurück und es entsteht ein mehrere 100m breiter Abschnitt wo, außer ein paar Pfützen, kein Wasser mehr übrig bleibt. Während der Gezeiten verändert sich die Farbe des Wassers von Stunde zu Stunde und ich hatte das Gefühl immer wieder an einem anderen Ort zu sein. Aufgrund des vorgelagerten Riffs gibt es nur wenig Wellengang und das Wasser ist sehr angenehm temperiert. Aufpassen solltet ihr nur bei den kleinen Ansammlungen von Seeigeln, die ihr aber in dem immer klaren Wasser sehr gut erkennen könnt.

Weißer Sandstrand und türkises Wasser

Weißer Sandstrand und türkises Wasser

 

Während der Ebbe zieht sich das Wasser weit zurück

Zwischen Ebbe und Flut ist das Wasser meist nur hüfthoch und sehr warm

 

Wenn Ebbe ist, kann man das Leben im Wasser toll bestaunen

Wenn Ebbe ist, kann man das Leben in den verbliebenen Pfützen bestaunen

Touristik in Jambiani

Jambiani selber ist, bis auf die Resorts am Strand, garnicht touristisch. Die wenigen Läden im Dorf sind eigentlich nur für die Einheimischen gedacht und nur selten verirrt sich hier mal ein Tourist hin. Am Strand hingegen wimmelt es ab ca. 10Uhr morgens von Beach Boys die etwas verkaufen möchten. Hier ist der Vorstellungskraft kaum eine Grenze gesetzt und fast jeder Wunsch wird von ihnen Erfüllt. Ob es eine frische Kokosnuss von der nächsten Palme oder eine Schnorcheltour ist, alles ist möglich. Mit der Zeit konnten wir die Beach Boys in drei Gruppen teilen. Die „Kapitäne“ bieten meist die unterschiedlichsten Touren an. Die gängigsten sind Schnorcheln am Riff vor Jambiani, Besuch einer Spice-Farm, Delfin Tour und Touren nach Stone Town. Die zweite Gruppe bilden die Masai. In ihrer traditionellen Kleidung verkaufen sie meist kleine Andenken aus Holz (z.B. Elefanten), Halsketten und anderen Schmuck. Die letzte Gruppe besteht meist aus Damen, welche die berühmten, großen Tücher von Sansibar verkaufen. Manchmal wird es bei einem ruhigen Strandspaziergang etwas zu nervig aber generell sind alle sehr sehr nett und verstehen auch ein nein und verabschieden sich dann freundlich.

Mein Fazit ist, dass der Tourismus in Jambiani und in ganz Sansibar anders tickt als wir das gewöhnt sind. Hier passiert fast alles privat und große Firmen, die Touren oder ähnliches anbieten, gibt es garnicht. Das ist zwar erst mal gewöhnungsbedürftig und ich brauchte ein gewisses Grundvertrauen, anschließend bietet es aber tolle individuelle Möglichkeiten für unvergessliche Ausflüge.

Die Schiffe liegen während der Ebbe auf Grund

Die Schiffe liegen während der Ebbe auf Grund

 

Regenbogen vor dem Blue Oyster Hotel in Jambiani

Regenbogen vor dem Blue Oyster Hotel in Jambiani

 

Im Süden von Jambiani beginnt eine toll ausgewaschene Steilküste

Im Süden von Jambiani beginnt eine toll ausgewaschene Steilküste

Hotelempfehlung in Jambiani

NUR Beach Resort

Unsere Zeit in Jambiani haben wir im NUR Beach Resort verbracht. Das kleine, moderne Resort besteht nur aus 10 kleinen Hütten die um einen Pool gebaut sind. Wir haben uns sehr wohl gefühlt und konnten die Ruhe dank der wenigen Gäste in vollen Zügen genießen. Das NUR Beach Resort liegt in etwa in der Mitte von Jambiani wo, wir ich finde, der schönste Strandabschnitt liegt.

Mehr Eindrücke bekommt ihr auf der Website des NUR Beach Resort

Blick von der Lounge über das NUR Beach Resort

Blick von der Lounge über das NUR Beach Resort

Blue Oyster Hotel

Zum Abendessen waren wir Stammgäste im Blue Oyster Hotel. Dieses Hotel ist größer als das NUR Beach Resort und hat richtige Hotelzimmer. Fast alle haben aber einen Balkon und tollen Blick über den indischen Ozean. Besonders zu empfehlen ist hier das tolle Abendessen. Fast täglich ändert sich die umfangreiche Karte und mir hat es immer richtig gut geschmeckt. Der Blick über das langsam im dunkel versinkende Meer ist vom, im 1. Stock gelegenen, Restaurant toll. Obwohl wir keine Hotelgäste waren, kannten uns die Mitarbeiter schon nach dem zweiten Tag. Die Anlage um das Hotel lässt ebenfalls keine Wünsche offen wobei ein Pool fehlt. Aber wer braucht den schon bei dem tollen Meer vor den Füssen.

Mehr Informationen bekommt ihr auf der Website vom Blue Oyster Hotel

Die Sonnenuntergänge tauchen Jambiani in ein tolles Licht

Sonnenuntergang am Blue Oyster Hotel

 

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