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Iguazú Wasserfälle ein Naturweltwunder

Iguazu Wasserfälle zwischen Brasilien und Argentinien

In der Grenzregion zwischen Brasilien und Argentinien stürzen sich ca. 275 einzelne Wasserfälle des Flusses Iguazú eine Schlucht hinunter. Dieses gigantische Naturschauspiel gilt als eines der sieben Naturweltwunder der Erde und gehört zu der Welterbeliste der UNESCO. Neben den beeindruckenden Blicken auf die Wassermassen hat aber auch die restliche Natur des Parks einiges zu bieten.

Anreise von Foz de Iguazú zur argentinischen Seite der Wasserfälle

Die größte Stadt in der Nähe der Wasserfälle ist Foz de Iguazú und liegt in Brasilien. Auf Grund der guten Anbindung durch den gleichnamigen Flughafen ist Foz de Iguazú Ausgangspunkt für die meisten Touristen.
Die brasilianische Seite des Parks ist von hier aus gut durch einen Linienbus oder Taxis angebunden. Schwieriger wird der Weg zur argentinischen Seite des Parks. Zwar werden in fast jedem Hotel von Foz de Iguazú organisierte Transfers und Touren nach Argentinien angeboten, allerdings sind diese im Verhältnis sehr teuer und nicht immer spontan buchbar. Wir haben uns aus dem Grund auf eigen Faust mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg nach Argentinien gemacht.

  1. Startpunkt Busterminal in Foz de Iguazú: Das Busterminal von Foz de Iguazú liegt an der Av. Juscelino Kubitscheck kurz hinter der Kreuzung mit der Av. Republica Argentina. Von hier aus fahren ca. alle 20-30 Minuten Busse zur argentinischen Stadt Puerto Iguazú. Die Abfahrt der Busse ist außerhalb des eigentlichen Terminals an der Querstrasse R. Men de Sá. Hier steht auch ein Hinweis auf Internationale Busse nach Argentinien. Achtung: Die Busse nach Puerto Iguazú haben keine Nummer. Das Ziel Puerto Iguazú sollte aber am Bus stehen.
  2. Grenzübergang Brasilien/Argentinien: Der Bus von Foz de Iguazú bringt euch erstmal bis zur Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Hier müssen alle Fahrgäste aussteigen und in ein Grenzhäuschen gehen. Bei den Grenzbeamten müsst ihr euren Reisepass vorzeigen und ihr bekommt einen argentinischen Einreisestempel. Wundert euch nicht, es gibt hier keinen Ausreisestempel von Brasilien. Der Ausgang aus dem Grenzhäuschen ist dann schon in Argentinien. Wenn ihr Glück habt (wir hatten das beide Male) steht direkt beim Ausgang wieder euer Bus uns wartet auf euch für die weiterfahrt nach Puerto Iguazú. Sollte das nicht der Fall sein, müsst ihr an der Grenze leider auf den nächsten Bus warten.
  3. Umsteigen in Argentinien: Sitzt ihr nach der Grenze wieder in Bus, müsst ihr nur noch eine Station fahren. Diese Befindet sich kurz nach einem größeren Kreisverkehr. Nach dem Aussteigen befindet sich auf der gegenüberliegenden Strassenseite die Haltestelle von der die argentinischen Linienbusse (Rio Uruguay) zu den Wasserfällen fahren. Das Ziel des Busses ist der E
    Abfahrtszeiten der Linienbusse nach Puerto Iguazú

    Abfahrtszeiten der Linienbusse von den Wasserfällen nach Puerto Iguazú

    ingang zum Nationalpark und heißt Cataratas. Die Busse fahren ca. alle 20 Minuten und kosten 25 Brasilianische Real bzw. 75 Argentinische Pesos.

  4. Alternative für das letzte Teilstück: An der Bushaltestelle werdet ihr auch Taxifahrer finden, die euch zum gleichen Preis zum Parkeingang fahren wollen. Wenn ihr sie etwas runter handeln könnt, ist das auch eine gute Alternative zum Bus. Viel schneller geht es aber mit dem Taxi nicht, es sei den ein Bus ist gerade vor eurer Nase weggefahren.
  5. Die Rückfahrt nach Foz de Iguazú: Der Weg zurück nach Foz läuft genau so ab wie der Hinweg. Die Abfahrtszeiten der argentinischen Linienbusse zur Umsteigehaltestelle sind am Ausgang des Parks ausgehängt und ihr könnt auch direkt dort eine Fahrkarte kaufen (bezahlbar mit Real und Pesos). Nach dem Umsteigen in den Bus nach Foz müsst ihr an der Grenze wieder raus uns ihr bekommt einen argentinischen Ausreisestempel. Wieder gibt es hier keinen brasilianischen Stempel.

Iguazu Nationalpark – Argentinische Seite

Der argentinische Teil des Iguazú-Nationalparks ist der deutlich größere und wohl auch spannendere Teil. Wo man von der brasilianischen Seite eher einen Überblick über die ganzen Wasserfälle bekommt, kommt man in Argentinien sowohl von oben als auch von unten sehr dicht an das Wasser heran. Der Park öffnet um 9Uhr morgens, aufgrund der einen Stunde Zeitverschiebung zwischen Brasilien und Argentinien ist das dann 10 Uhr brasilianischer Zeit.

ACHTUNG: Der Eintritt in den Park kann man nur mit Pesos und in Bar bezahlen. Die Kosten betragen für einen Erwachsenen 500 Pesos. Es gibt zwar einen Geldautomaten in Eingangsbereich, allerdings gibt es keine Garantie das er funktioniert. Bei unserem Besuch war z.B. der Strom ausgefallen. Es ist also sinnvoll vorher schon Pesos zu wechseln. Die Busse für die Anfahrt hingegen kann man auch von Argentinien aus in Real zahlen.

Der Park Teilt sich grob in drei Bereiche. Dem Upper Trail, dem Lower Trail und dem Garganta del Diabolo ganz im Norden des Parks. Eine kleine Bimmelbahn verbindet den Eingang, die zwei Trails (1. Station) und den Garganta del Diabolo (2. Station) miteinander. Morgens kann es hier zu langen Schlangen kommen. Ich empfehle euch, erstmal zur zweiten Station zu Fuss zu laufen (ca. 10 Minuten). Von hier aus könnt ihr die zwei Trails starten. Es ist auch möglich, zur Garganta del Diabolo entlang der Bahnstrecke zu laufen, hier müsst ihr aber schon mindestens 30-40 Minuten einplanen. Der Weg lohnt sich aber!

Upper Trail

Wie der Name schon andeutet, verläuft der Upper Trail entlang der oberen Kante der Wasserfälle. Man kommt immer wieder an die zahlreichen, aufgereihten Wasserfälle heran und läuft ansonsten über Stege und angelegte Wege durch den feuchten Urwald. Ich fand diesen Trail am schönsten im Ganzen Park und speziell früh morgens waren wir hier fast komplett alleine.

Gleich zu beginn des Upper Trails bekommt ihr einen tollen Überblick über die "kleineren" Wasserfälle

Gleich zu beginn des Upper Trails bekommt ihr einen tollen Überblick über die „kleineren“ Wasserfälle

 

Blick vom Upper Trail der Iguazú Wasserfälle (Argentinien)

Auf dem Trail kommt man sehr dicht an die oberen Teile der Wasserfälle ran

 

Lower Trail

Der Lower Trail läuft am unteren Ende der Wasserfälle entlang. Hier hat man tolle Blicke hoch auf die einzelnen Fälle. Bei diesem Trail habt ihr fast eine Garantie nass zu werden, da der Weg immer mal wieder durch die Gischt des Wassers führt. Am nördlichen Ende des Trails ist dann noch eine Plattform direkt an einen großen Wasserfall gebaut. Hier steht ihr praktisch genau unter dem Wasserfall und werdet klitsch nass. Beeindruckend ist es aber ohne Frage so dicht an den Wassergewalten.

Auf dem Lower Track kann es passieren das ihr nass werdet

Endlang des Lower Trails kann es passieren das ihr nass werdet, auf dieser Plattform ist eine Dusche sogar garantiert.

 

Garganta del Diabolo

Das Highlight der Iguazú Wasserfälle ist ohne Zweifel Garganta del Diabolo. Dieser Wasserfall ist der mit Abstand größte des Parkes. In einem riesigen Halbkreis stürzt das Wasser in die Tiefe. Leider ist dieser Bereich des Parks auch am überlaufensten und es kann passieren das man sich durch die Touri-Massen quetschen muss. Nichts des do trotz ist ein Besuch der Plattform über diesem Wasserfall ein muss.

Das Herz der Iguazú Wasserfälle ist der gigantische Garagnta del Diabolo

Das Herz der Iguazú Wasserfälle ist der gigantische Garganta del Diabolo

 

Leider quetschen sich auf den beeindruckenden Plattformen viele Touristen

Leider quetschen sich auf den beeindruckenden Plattformen viele Touristen

 

Ich empfehle euch den 30-40 Minütigen Fussweg zum Garganta del Diabolo entlang der Bahnschienen auf euch zu nehmen. Hier seit ihr fast ganz alleine und könnt die tolle Fora und Fauna des Nationalparks in Ruhe beobachten. Nebenbei umgeht ihr noch die Schlangen für die Bahn.

 

Flora und Fauna im Nationalpark

Neben den Wasserfällen hat der Iguazú Nationalpark auch eine tolle Flora und Fauna zu bieten. Immer wieder läuft man durch unberührten Urwald und begegnet spannenden, exotischen Tieren. An den zahlreichen Rastplätzen tummeln sich drollige Nasenbären. Aber Achtung, auf der Suche nach Futter verstehen die Tierchen keinen Spaß und machen auch vor Rucksäcken oder Brotdosen keinen Halt.

Wer die weniger frequentierten Routen entlangläuft kann bunte Tukane, Echsen, Schmetterlinge, Schlangen und noch vieles mehr beobachten. Haltet einfach auf eurem Weg immer mal inne und horcht in den Urwald rein.

Achtung vor den Nasenbären! Auf der Suche nach Futter machen sie vor keinen Touri halt.

Achtung vor den Nasenbären! Auf der Suche nach Futter machen sie vor keinen Touri halt.

 

Besonders auf dem Fussweg parallel zur Bahn finden sich unzählige Schmetterlinge

Besonders auf dem Fussweg parallel zur Bahn finden sich unzählige Schmetterlinge

 

Immer wieder passiert man die zahlreichen Arme des Flusses Iguazú. Das braune Wasser bahnt sich seinen Weg durch den Urwald

Immer wieder passiert man die zahlreichen Arme des Flusses Iguazú. Das braune Wasser bahnt sich seinen Weg durch den Urwald

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